Implantation asymmetrischer intrakornealer Ringsegmente beim Schneemann-Phänotyp des Keratokonus – Zusammenfassung der Studie
In dieser retrospektiven interventionellen Studie wurden die refraktiven, aberrometrischen, topographischen und topometrischen Ergebnisse der Implantation asymmetrischer intrakornealer Ringsegmente (ICRS) bei Keratokonus-Fällen mit Schneemann-Phänotyp (asymmetrische Bow-Tie-Form) bewertet.
Nach der mit Unterstützung eines Femtosekundenlasers angelegten kornealen Tunnel wurden in jedes Auge zwei asymmetrische ICRS (Keraring AS) eingesetzt. Über eine mittlere Nachbeobachtungszeit von 11 Monaten wurden Visus, Refraktionswerte, Hornhautkrümmungsmessungen, Aberrationen und Indizes der kornealen Irregularität vor und nach der Operation verglichen.
Bei den 71 in die Studie eingeschlossenen Augen zeigten sich nach der Implantation asymmetrischer ICRS eine signifikante Abnahme sphärischer und zylindrischer Refraktionsfehler sowie ein deutlicher Anstieg des unkorrigierten und des korrigierten Visus. Korneale Steilheit, Astigmatismus, Asphärizität (Q-Wert) und insbesondere die vertikale Koma-Aberration nahmen signifikant ab. Zudem wurde bei allen topometrischen Indizes der kornealen Irregularität eine statistisch signifikante Verbesserung beobachtet.
Zusammenfassend stellt die Implantation asymmetrischer intrakornealer Ringsegmente beim Schneemann-Phänotyp des Keratokonus eine wirksame und sichere chirurgische Behandlungsoption dar, die die visuelle Qualität und die korneale Regelmäßigkeit verbessert.
Prof. Dr. Efekan Coşkunseven