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Prof. Dr. Efekan Coşkunseven
Prof. Dr. Efekan Coşkunseven Foto: Levent Özdemir

keratokonus

Keratokonus-Behandlung

Keratokonus ist eine fortschreitende Augenerkrankung, bei der sich die Hornhaut im Laufe der Zeit verdünnt und sich nach vorne kegelförmig vorwölbt. Eine frühzeitige Diagnose und die geeignete Methodenwahl (Crosslinking/CXL, CAIRS und intrakorneale Ringsegmente) sind für die Kontrolle der Erkrankung von entscheidender Bedeutung.

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Bei der Keratokonus-Behandlung gibt es nicht die eine Methode; das Ziel ist es, die Erkrankung aufzuhalten, die Hornhautstruktur zu erhalten und die bestmögliche Sehqualität zu erreichen. Je nach Stadium werden Crosslinking (CXL), spezielle/sklerale Kontaktlinsen, intrakorneale Ringe (CAIRS/INTACS) oder eine Hornhauttransplantation in Betracht gezogen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Keratokonus?

Was ist Keratokonus?

Keratokonus ist eine Augenerkrankung, die dadurch entsteht, dass sich die Hornhaut – die vorne im Auge liegende Schicht, die für ein scharfes Sehen sorgt – im Laufe der Zeit verdünnt und eine kegelförmige Vorwölbung nach vorne annimmt. Diese Formveränderung an der Hornhautoberfläche erschwert die korrekte Fokussierung des Lichts auf die Netzhaut und kann zu Beschwerden wie verschwommenem Sehen, Schattenbildung oder Doppelbildern führen.

Eine gesunde Hornhaut hat in der Regel eine runde und gleichmäßige Struktur. Entwickelt sich ein Keratokonus, verdünnt sich das Zentrum oder der untere Bereich der Hornhaut und spitzt sich nach vorne zu. Dies kann insbesondere zu einer Zunahme von Sehfehlern wie Astigmatismus und Myopie führen. Patienten bemerken dies meist durch häufig wechselnde Brillenwerte oder dadurch, dass sie mit Brille nicht mehr ausreichend scharf sehen können.

Keratokonus beginnt in der Regel in der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter und kann, von Person zu Person unterschiedlich, über Jahre hinweg langsam fortschreiten. Bei manchen Patienten kann das Fortschreiten schneller verlaufen, während es bei anderen über längere Zeit stabil bleiben kann. Daher sind regelmäßige Augenuntersuchungen und Hornhaut-Kartierungstests für die Verlaufskontrolle der Erkrankung wichtig.

Keratokonus ist keine ansteckende Erkrankung, und in den meisten Fällen wird angenommen, dass Faktoren wie genetische Veranlagung, die Gewohnheit des Augenreibens und allergische Augenerkrankungen gemeinsam eine Rolle spielen.

Warum ist Keratokonus wichtig?

Keratokonus ist eine fortschreitende Augenerkrankung, die durch die zunehmende Verdünnung und kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut die Sehqualität beeinträchtigen kann. Da sie im Frühstadium meist keine deutlichen Schmerzen verursacht, kann ihre Erkennung sich verzögern. Patienten stellen sich in der Regel zunächst mit Beschwerden wie häufig wechselnden Brillenwerten, einer Verschlechterung des Nachtsehens oder unzureichender Sehschärfe vor.

Der Hauptgrund für die Bedeutung von Keratokonus liegt darin, dass die frühzeitige Erkennung der Erkrankung einen großen Vorteil für den Erhalt der Sehqualität bietet. Dank moderner Diagnoseverfahren wie Hornhauttopografie und -tomografie kann die Erkrankung heute bereits im Frühstadium festgestellt und ein geeigneter Nachsorgeplan erstellt werden. Daher sollten insbesondere schnelle Brillenwertwechsel und Schwankungen der Sehqualität, die in jungen Jahren auftreten, beachtet werden.

Bei den meisten Patienten schreitet Keratokonus über Jahre hinweg langsam fort; bei manchen Personen kann das Fortschreiten jedoch schneller verlaufen. Daher sind regelmäßige Augenuntersuchungen, die Kontrolle der Risikofaktoren und bei Bedarf die Bewertung geeigneter Ansätze wichtig. Insbesondere ein Bewusstsein für kontrollierbare Faktoren wie die Gewohnheit des Augenreibens und allergische Augenerkrankungen gehört zu den wichtigen Elementen, die den Verlauf der Erkrankung beeinflussen können.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Keratokonus. Die Diagnose und der Behandlungsplan erfordern eine individuelle Beurteilung und sollten von einem Facharzt für Augenheilkunde vorgenommen werden.

Wie sehen Keratokonus-Patienten? (Sehsimulation)

Keratokonus führt aufgrund der Verdünnung und Zuspitzung der Hornhautoberfläche nach vorne dazu, dass das Licht nicht mehr korrekt auf die Netzhaut fokussiert werden kann. Dies kann bei Patienten zu unterschiedlichen Sehbeschwerden führen. Die Sehqualität beschränkt sich dabei nicht nur auf Unschärfe; auch Symptome wie Doppelbilder, Schattenbildung und insbesondere nächtliche Lichtstreuung treten häufig auf.

Die folgenden Bilder sind Simulationsbeispiele, die die bei Keratokonus-Patienten häufig auftretenden Sehveränderungen darstellen. Diese Simulationen dienen nicht der Diagnosestellung; sie sollen lediglich helfen, die durch die Erkrankung möglicherweise verursachten Seheindrücke zu veranschaulichen. Das tatsächliche Seherlebnis kann je nach Krankheitsstadium, Hornhautstruktur und individuellen Faktoren variieren.

„Es handelt sich um eine repräsentative Sehsimulation. Sie dient nicht der Diagnosestellung.“

Verschwommenes Sehen

Aufgrund der Unregelmäßigkeiten der Hornhautoberfläche kann sich das Bild nicht in einem einzigen Punkt fokussieren. Dies kann insbesondere beim Lesen von Texten und beim Erkennen von Details zu Schwierigkeiten führen.

  • Ein zweites, geisterhaftes Bild an den Kanten von Objekten
  • Übereinanderliegend wirkende Schriftzüge
  • Schattenbildung, die besonders bei Scheinwerferlicht und Straßenlaternen deutlicher wird.

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Lichtstreuung und Halos

Besonders nachts können um Scheinwerfer, Straßenlaternen und Bildschirmlichter herum Ringe (Halos) oder eine Lichtstreuung wahrgenommen werden. Das nächtliche Autofahren kann dadurch erschwert werden.

  • Blendung oder Halos um Scheinwerfer und Lampen bei Nacht
  • Wahrnehmung von Licht als gestreut oder verschwommen
  • Erschwertes Sehen bei Nacht

Keratokonus – Wie der Patient sieht (Simulation)

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Schattenbildung und Doppelbilder

Ein einzelnes Objekt kann mehrfach oder schattenhaft wahrgenommen werden. Dies kann mit einem unregelmäßigen Astigmatismus zusammenhängen und variiert von Person zu Person.

  • Entstehung eines zweiten Bildes an den Kanten von Objekten
  • Übereinanderliegend wirkende Schrift und Formen
  • Besonders bei hellem Licht deutlicher werdend

Keratokonus – Effekt des Doppeltsehens

Keratokonus – Doppeltsehen

Wodurch entsteht Keratokonus?

Risikofaktoren für Keratokonus

Art des RisikofaktorsKlinischer AuslöserAuswirkung auf die HornhautHäufigkeit / Risiko
Genetisch / ErblichFamilienanamnese (Verwandte 1. Grades)Störung der Synthese von Kollagen Typ I und der extrazellulären MatrixBei 8–10 % der Patienten
Genetisch / SystemischDown-SyndromAngeboren schwache Kollagen-QuervernetzungenBei 5–15 % der Personen mit dem Syndrom
Umweltbedingt / MechanischChronisches AugenreibenEnzymatischer (MMP-vermittelter) Hornhautabbau durch mechanische ReibungHäufigster umweltbedingter Auslöser; beschleunigt die Progression
Umweltbedingt / AtopischAllergische Konjunktivitis (u. a. vernal)Ständiges Reiben des Auges durch starken JuckreizHohe Häufigkeit atopischer Veranlagung bei den Fällen

Die genaue Ursache von Keratokonus ist nicht vollständig bekannt, es wird jedoch angenommen, dass genetische, umweltbedingte und mechanische Faktoren gemeinsam bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen. Diese Faktoren, die die strukturelle Widerstandsfähigkeit des Hornhautgewebes beeinflussen, können im Laufe der Zeit zu einer Verdünnung und Formveränderung der Hornhaut führen.

Die genetische Veranlagung gilt als wichtiger Faktor bei der Entstehung von Keratokonus. Bei Personen, in deren Familie Keratokonus vorkommt, kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Erkrankung höher sein. Daher wird Personen mit entsprechender Familienanamnese empfohlen, sich regelmäßig augenärztlich untersuchen zu lassen.

Die Gewohnheit des Augenreibens ist einer der Faktoren, die am häufigsten mit dem Fortschreiten von Keratokonus in Verbindung gebracht werden. Besonders bei Personen mit allergischen Augenerkrankungen kann häufiges und kräftiges, juckreizbedingtes Augenreiben mechanischen Stress auf die Hornhaut ausüben und so zur Entstehung oder zum Fortschreiten der Erkrankung beitragen.

Allergische Augenerkrankungen und chronischer Augenjuckreiz sind Zustände, die häufig gemeinsam mit Keratokonus auftreten können. Langanhaltender Juckreiz erhöht sowohl das Augenreiben als auch kann er die Empfindlichkeit des Hornhautgewebes beeinträchtigen.

Darüber hinaus zeigen manche Untersuchungen, dass auch Faktoren wie eine biomechanische Schwäche des Hornhautgewebes, die Struktur des Bindegewebes und oxidativer Stress bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen können. Diese Mechanismen können jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein.

Keratokonus entsteht meist nicht durch eine einzige Ursache, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Daher gehören das Wissen um die Risikofaktoren und insbesondere die Reduzierung der Gewohnheit des Augenreibens zu den wichtigen präventiven Ansätzen, die den Verlauf der Erkrankung beeinflussen können.

01 · Genetische Faktoren

Keratokonus kann eine genetische Veranlagung aufweisen. Bei Personen, in deren Familie Keratokonus in der Vorgeschichte vorkommt, ist das Risiko für diese Erkrankung höher.

Daher wird angenommen, dass genetische Faktoren bei der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen.

02 · Gewohnheit des Augenreibens (Rubbing)

Häufiges und kräftiges Reiben der Augen ist einer der wichtigen Faktoren, die das Keratokonus-Risiko erhöhen. Besonders bei Personen mit allergischen Augenerkrankungen oder juckenden Augen ist die Gewohnheit des Augenreibens verbreitet. Diese Gewohnheit kann im Laufe der Zeit zu einer Schwächung und Verdünnung der Hornhautstruktur führen.

03 · Umweltbedingte und hormonelle Faktoren

Keratokonus neigt dazu, in der Pubertät zu beginnen, und kann bis ins frühe Erwachsenenalter fortschreiten.

Dies lässt vermuten, dass hormonelle Veränderungen bei der Entwicklung von Keratokonus eine Rolle spielen könnten.

Zudem können bestimmte Umweltfaktoren (wie eine langfristige UV-Lichtexposition) das Keratokonus-Risiko erhöhen.

04 · Zusammenhang mit Bindegewebserkrankungen

Bei Personen mit bestimmten Bindegewebserkrankungen wie dem Marfan-Syndrom oder dem Ehlers-Danlos-Syndrom ist das Risiko für Keratokonus höher.

Diese Erkrankungen können zu einer Schwäche der Kollagenstruktur führen und dadurch die Hornhautstruktur beeinträchtigen.

Was sind die Symptome von Keratokonus?

Die Symptome von Keratokonus können je nach Krankheitsstadium variieren. Im Frühstadium können die Beschwerden mild sein und oft lediglich als Bedarf für eine einfache Brillenänderung wahrgenommen werden. Mit fortschreitender Erkrankung werden die Veränderungen der Sehqualität deutlicher.

Zu den im Frühstadium häufig auftretenden Symptomen gehört vor allem verschwommenes Sehen und ein Verlust der Schärfe. Patienten können Beschwerden wie nächtliche Lichtstreuung, Blendung durch Scheinwerfer und schattiges Sehen beschreiben. Häufig wechselnde Brillenwerte oder ein in kurzer Zeit zunehmender Astigmatismus können ebenfalls zu den Frühbefunden gehören.

In fortgeschritteneren Stadien der Erkrankung können mit zunehmender Formveränderung der Hornhaut die Schwankungen der Sehqualität deutlicher werden. Selbst beim Betrachten mit nur einem Auge können Doppelbilder, schattig oder gebrochen erscheinende Buchstaben sowie insbesondere bei schwachen Lichtverhältnissen eine verminderte Sehqualität den Alltag der Patienten beeinträchtigen.

Bei manchen Patienten können auch Beschwerden wie Augenermüdung, Kopfschmerzen und Schwierigkeiten beim längeren Blick auf einen Bildschirm auftreten. Bei Personen mit allergiebedingtem Augenjuckreiz und der Gewohnheit des Augenreibens werden diese Symptome häufiger bemerkt.

Keratokonus verursacht meist keine Schmerzen, und die Symptome können sich langsam entwickeln. Daher ist es wichtig, insbesondere bei schnellen Brillenwertwechseln in jungen Jahren, wenn mit einer Brille kein ausreichendes Sehen erreicht werden kann oder eine deutliche Verschlechterung des Nachtsehens auftritt, einen Facharzt für Augenheilkunde aufzusuchen.

01 · Verschwommenes oder wellenförmiges Sehen

Die unregelmäßige Form der Hornhaut führt dazu, dass das Licht aus unterschiedlichen Winkeln auf die Netzhaut gebrochen wird.

02 · Lichtempfindlichkeit

Nachts ist es häufig, um helle Lichtquellen wie Autoscheinwerfer oder Straßenlaternen „Halos“ zu sehen.

03 · Bedarf an häufigem Brillenwechsel

Die Werte für Myopie oder Astigmatismus können sich häufig ändern.

04 · Schwankungen der Sehqualität

Die Sehschärfe kann morgens und abends unterschiedlich sein.

Wie wird Keratokonus diagnostiziert?

Die Diagnose von Keratokonus erfolgt durch eine ausführliche Augenuntersuchung und spezielle bildgebende Verfahren zur Beurteilung der Hornhautstruktur. Da die Symptome im Frühstadium der Erkrankung mild sein können, kommt zusätzlich zur Standard-Sehuntersuchung den Hornhautanalysen eine große Bedeutung zu.

Im Rahmen der Untersuchung wird zunächst die Sehschärfe gemessen und werden die Beschwerden des Patienten beurteilt. Besonders in kurzer Zeit wechselnde Brillenwerte, ein zunehmender Astigmatismus oder unzureichendes Sehen mit Brille können auffällige Befunde in Bezug auf Keratokonus sein.

Eine der wichtigsten Methoden bei der Diagnose von Keratokonus ist der als Hornhauttopografie bekannte Hornhaut-Kartierungstest. Dieser Test erstellt eine detaillierte Karte der Oberflächenform der Hornhaut und kann selbst kleinste Krümmungsveränderungen erkennen. Bei Bedarf werden mit fortschrittlichen bildgebenden Verfahren wie der Hornhauttomografie auch die Dicke und die Rückfläche der Hornhaut detailliert beurteilt.

Nach der Diagnose von Keratokonus ist eine regelmäßige Nachsorge einer der wichtigsten Schritte. Denn die Fortschreitungsgeschwindigkeit der Erkrankung kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Kontrollen in bestimmten Abständen ermöglichen es, Veränderungen an der Hornhaut zu beobachten und bei Bedarf geeignete Ansätze rechtzeitig zu bewerten.

Keratokonus-Symptome: 1-Minuten-Keratokonus-Risikotest

Dieser kurze Test bietet eine erste Einschätzung möglicher mit Keratokonus zusammenhängender Symptome. Er stellt keine Diagnose. Für eine sichere Beurteilung sind eine Augenuntersuchung und eine Hornhautkartierung erforderlich.

01

Hat sich Ihre Brillenstärke in den letzten Jahren schnell erhöht?

02

Sehen Sie nachts Lichtstreuung oder Halos?

03

Sehen Sie auf einem Auge unschärfer als auf dem anderen?

04

Reiben Sie sich häufig die Augen?

05

Leiden Sie unter allergischem Augenjucken?

06

Gibt es in Ihrer Familie jemanden, bei dem Keratokonus diagnostiziert wurde?

Wann sollte bei Keratokonus ein Arzt aufgesucht werden?

Keratokonus verläuft meist schmerzlos und langsam fortschreitend. Daher können die ersten Symptome wie ein „einfaches Brillenproblem“ erscheinen. Bestimmte Anzeichen können jedoch eine ausführliche Beurteilung der Hornhautstruktur erforderlich machen.

Insbesondere wenn in jungen Jahren Beschwerden wie häufige Brillenwertwechsel, zunehmender Astigmatismus, keine scharfe Sicht trotz Brille und eine deutliche Lichtstreuung bei Nacht auftreten, ist es wichtig, unverzüglich einen Facharzt für Augenheilkunde aufzusuchen. Eine frühzeitige Beurteilung kann entscheidend sein, um das Krankheitsstadium, das Fortschreitungsrisiko und den Nachsorgeplan korrekt zu bestimmen.

Bedeutung der Frühuntersuchung

Bei Keratokonus ist die Frühdiagnose von großer Bedeutung für die Bestimmung des Fortschreitungsrisikos und die Erstellung eines geeigneten Nachsorgeplans. Dank moderner bildgebender Verfahren wie Hornhauttopografie und -tomografie kann die Erkrankung heute selbst in einem sehr frühen Stadium erkannt werden.

Eine frühzeitig durchgeführte Beurteilung kann helfen, das Fortschreitungsrisiko unter Kontrolle zu bringen, und kann die Wahrscheinlichkeit verringern, dass weiterführende chirurgische Optionen erforderlich werden.

Ein wichtiger Hinweis

Da Keratokonus meist keine Schmerzen verursacht, können Patienten das Problem erst spät bemerken. Daher wird empfohlen, insbesondere bei unerklärlichen Veränderungen der Sehqualität in jungen Jahren ohne Zeitverlust einen Facharzt für Augenheilkunde aufzusuchen.

Regelmäßige Augenkontrollen sind sowohl für die Frühdiagnose als auch für die Verlaufskontrolle der Erkrankung der wichtigste Schritt.

Welche Behandlungsoptionen gibt es bei Keratokonus?

Vergleich der Behandlungsmethoden

BehandlungsmethodeGeeignete StadienHauptzielKriterium der Hornhautdicke
Korneale Quervernetzung (CXL)Stadium 1, 2 und frühes Stadium 3 (progredient)Das Fortschreiten (Progression) zu stoppenIn der Regel > 400 Mikrometer
Spezielle und sklerale KontaktlinsenStadium 1, 2, 3 und frühes Stadium 4Den unregelmäßigen Astigmatismus zu maskieren und die Sehkraft zu verbessernUnabhängig von der Dicke
Intrakorneale Ringe (CAIRS / INTACS)Stadium 2, 3 und narbenfreies Stadium 4Die Hornhaut abzuflachen und das Sehen mit Brille zu verbessernIn der Regel > 350–400 Mikrometer
Hornhauttransplantation (Keratoplastik – DALK)Stadium 4 (fortgeschrittene Verdünnung und Narbenbildung)Die vernarbte/verdünnte Hornhaut durch Spendergewebe zu ersetzenBei Verlust der Integrität (< 300 Mikrometer)

Intrakornealer Ring: Vergleich von CAIRS und Intacs

MerkmalHerkömmlicher Ring (Intacs u. a.)CAIRS (Allogener Ring)
Verwendetes MaterialPMMA (biokompatibler Kunststoff)Spender-Hornhautgewebe (Allograft)
GewebeverträglichkeitHochMaximal (natürliches menschliches Gewebe)
AnwendungsgrenzeIn der Regel > 400 MikrometerDünne Hornhäute im Bereich < 400 Mikrometer
KomplikationsprofilWenn auch selten, ExtrusionsrisikoMinimales Risiko durch natürliche Gewebeintegration

Das Ziel der Keratokonus-Behandlung ist nicht, die Erkrankung „vollständig zu beseitigen“, sondern das Fortschreiten der Erkrankung unter Kontrolle zu bringen, die Hornhautstruktur zu erhalten und dem Patienten zur bestmöglichen Sehqualität zu verhelfen. Daher können die anwendbaren Methoden je nach Krankheitsstadium, Hornhautdicke, Alter des Patienten, Seherwartung und den Anforderungen des Alltags variieren.

Während in frühen Stadien eine Brille oder spezielle Kontaktlinsen ausreichen können, können bei Patienten mit Fortschreitungsrisiko Methoden zur Stärkung der Hornhaut-Widerstandsfähigkeit in Betracht gezogen werden. In mittleren Stadien können Anwendungen zur Korrektur der Hornhautform oder kombinierte Behandlungsansätze zum Einsatz kommen. In fortgeschrittenen Stadien wiederum werden chirurgische Optionen in Betracht gezogen, wenn das Hornhautgewebe stark verdünnt ist oder das Sehen mit anderen Methoden nicht ausreichend korrigiert werden kann.

Der heute wichtigste Ansatz in der Keratokonus-Behandlung ist eine individuell auf den Patienten abgestimmte Planung. Bei vielen Patienten kann es erforderlich sein, anstelle einer einzigen Methode verschiedene Behandlungen in bestimmten Abständen oder kombiniert anzuwenden. Daher sind regelmäßige Nachsorge, Frühdiagnose und die richtige Zeitplanung die wichtigsten Bestandteile des Behandlungsprozesses.

Bei wem tritt Keratokonus häufiger auf?

Keratokonus kann in jeder Altersgruppe auftreten, zeigt sich jedoch am häufigsten in der Pubertät und bei jungen Erwachsenen. Da die Erkrankung meist langsam fortschreitet, werden die ersten Symptome möglicherweise lange Zeit nicht bemerkt. Bei manchen Personen kann das Risiko aufgrund genetischer Veranlagung oder umweltbedingter Faktoren höher sein.

Es ist bekannt, dass Keratokonus in den folgenden Gruppen häufiger auftritt:

Lebensqualität von Keratokonus-Patienten nach der Behandlung

Das Leben mit Keratokonus kann besonders in fortgeschrittenen Stadien für Patienten belastend sein. Die Aktivitäten des täglichen Lebens können durch die Sehstörungen erheblich beeinträchtigt werden. Tätigkeiten wie Lesen, Computerarbeit oder Autofahren können für Keratokonus-Patienten zur Herausforderung werden. Lebensqualität nach der Behandlung:

Verbesserung der Sehqualität

Bei vielen Patienten kann nach der Behandlung ein schärferes und qualitativ besseres Sehen erreicht werden. Brille, spezielle Kontaktlinsen oder Anwendungen zur Stärkung der Hornhaut-Widerstandsfähigkeit können dazu beitragen, die Sehkraft zu verbessern. Anwendungen mit intrakornealen Ringen können bei manchen Patienten die Sehqualität steigern.

Weniger Seheinschränkungen

Die Verringerung der Sehunregelmäßigkeiten kann dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten leichter durchgeführt werden können. Tätigkeiten wie Lesen, Computernutzung und Autofahren können erleichtert werden. Bei manchen Patienten kann eine Verbesserung des Nachtsehens beobachtet werden.

Langfristige Sehstabilität

Bei geeigneten Patienten durchgeführte Behandlungen können dazu beitragen, die Fortschreitungsgeschwindigkeit der Erkrankung zu verringern oder unter Kontrolle zu bringen. Regelmäßige Kontrollen sind für den Erhalt der Sehqualität wichtig.

Psychologische und soziale Auswirkungen

Die Verbesserung der Sehfunktion kann dazu beitragen, dass sich Patienten im Alltag freier bewegen und an sozialen Aktivitäten aktiver teilnehmen können. Dies kann sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.

Bedeutung der Frühuntersuchung

Bei Keratokonus ist die Frühdiagnose von großer Bedeutung für die Bestimmung des Fortschreitungsrisikos und die Erstellung eines geeigneten Nachsorgeplans. Dank moderner bildgebender Verfahren wie Hornhauttopografie und -tomografie kann die Erkrankung heute selbst in einem sehr frühen Stadium erkannt werden.

Die Stadien von Keratokonus und der Fortschreitungsprozess

Keratokonus-Stadien: Klinische Klassifikation (Amsler-Krumeich)

Keratokonus-StadiumDurchschnittliche Hornhautkrümmung (K)Minimale HornhautdickeHornhautnarbePrimäre Sehkorrektur
Stadium 1 (Früh)< 48,00 D> 500 MikrometerNicht vorhandenBrille, weiche/torische Kontaktlinse
Stadium 2 (Mittel)48,00 – 53,00 D400 – 500 MikrometerNicht vorhandenFormstabile gasdurchlässige Linse, Hybridlinse
Stadium 3 (Fortgeschritten)53,00 – 55,00 D300 – 400 MikrometerNicht vorhandenSklerallinse, intrakornealer Ring (CAIRS / INTACS)
Stadium 4 (Sehr fortgeschritten)> 55,00 D< 300 MikrometerVorhanden (dauerhafte Trübung)Hornhauttransplantation (Keratoplastik), spezielle Sklerallinse

Keratokonus ist in der Regel eine langsam fortschreitende Erkrankung; die Fortschreitungsgeschwindigkeit kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein. Während sie bei manchen Patienten über viele Jahre stabil bleiben kann, kann besonders in der jungen Altersgruppe ein schnelleres Fortschreiten beobachtet werden. Daher sind regelmäßige Nachsorge und Hornhautmessungen für die Beurteilung des Krankheitsverlaufs von großer Bedeutung.

Die Stadien von Keratokonus werden in der Regel anhand von Messwerten wie Hornhautkrümmung, Hornhautdicke und Sehschärfe beurteilt. In der klinischen Praxis wird die Erkrankung meist in Frühstadium, mittleres Stadium und fortgeschrittenes Stadium eingeteilt.

Frühstadium Keratokonus

In diesem Stadium kann das Sehen in der Regel mit einer Brille korrigiert werden. In der Hornhauttopografie können leichte Unregelmäßigkeiten sichtbar sein, und die Erkrankung wird meist bei Routineuntersuchungen entdeckt. Die Frühdiagnose ist in diesem Stadium von großer Bedeutung.

Mittleres Stadium Keratokonus

Die Hornhautkrümmung nimmt zu, und scharfes Sehen mit Brille kann erschwert werden. In diesem Stadium können spezielle Kontaktlinsen oder Methoden zur Kontrolle des Fortschreitens der Erkrankung in Betracht gezogen werden.

Fortgeschrittenes Stadium Keratokonus

Die Verdünnung und Unregelmäßigkeit der Hornhaut werden deutlich. Das Sehen kann ernsthaft beeinträchtigt werden, und bei manchen Patienten können chirurgische Optionen in Betracht gezogen werden.

Fortschreitungsprozess und Nachsorge

Die Fortschreitungsgeschwindigkeit von Keratokonus variiert von Person zu Person. Regelmäßige Hornhautkartierung und Augenuntersuchungen sind wichtig, um den Krankheitsverlauf zu verfolgen.

Bedeutung der Frühuntersuchung

Bei Keratokonus ist die Frühdiagnose von großer Bedeutung für die Bestimmung des Fortschreitungsrisikos und die Erstellung eines geeigneten Nachsorgeplans. Dank moderner bildgebender Verfahren wie Hornhauttopografie und -tomografie kann die Erkrankung heute selbst in einem sehr frühen Stadium erkannt werden.

Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Keratokonus-Patienten in der Türkei

Mit der Weiterentwicklung der in der Augenheilkunde eingesetzten Diagnose- und Behandlungstechnologien in den letzten Jahren können die Früherkennung und Nachsorge von Keratokonus mit präziseren Methoden erfolgen. In vielen Augenzentren und Universitätskliniken der Türkei werden fortschrittliche Diagnosegeräte und chirurgische Techniken für Hornhauterkrankungen eingesetzt.

Bei der Beurteilung von Keratokonus werden fortschrittliche bildgebende Verfahren wie Hornhauttopografie und -tomografie umfassend eingesetzt; dadurch kann die Erkrankung selbst im Frühstadium erkannt werden. Die Frühdiagnose spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Fortschreitungsrisikos und der Erstellung eines geeigneten Nachsorgeplans.

Zu den in der Türkei bei der Behandlung von Keratokonus eingesetzten Methoden können spezielle Kontaktlinsenanwendungen zur Sehrehabilitation, Verfahren zur Stärkung der Hornhaut-Widerstandsfähigkeit sowie chirurgische Ansätze bei ausgewählten Patienten gehören. Welche Methode geeignet ist, wird unter Berücksichtigung der Hornhautstruktur des Patienten und des Krankheitsstadiums bestimmt.

Zudem ist die Türkei in den letzten Jahren zu einem der Länder geworden, die auch von internationalen Patienten im Bereich der Augenheilkunde bevorzugt werden. Zu den Hauptgründen dafür gehören erfahrene Ärzte, eine fortschrittliche technologische Infrastruktur und ein multidisziplinärer Ansatz. Dennoch sollten die am besten geeignete Beurteilung und der Behandlungsplan für jeden Patienten individuell festgelegt werden, und die Entscheidung sollte erst nach einer ausführlichen Untersuchung getroffen werden.

Fortschrittliche Diagnosetechnologien

In vielen Zentren der Türkei kann Keratokonus mittels Hornhauttopografie, -tomografie und Dickenanalysen im Frühstadium erkannt werden.

Aktuelle Behandlungsmethoden

Es können Sehrehabilitation, Verfahren zur Stärkung der Hornhaut-Widerstandsfähigkeit sowie chirurgische Ansätze bei ausgewählten Patienten angewendet werden.

Erfahrene Hornhautspezialisten

Erfahrene Ärzte im Bereich der Hornhauterkrankungen und moderne chirurgische Techniken spielen bei der Behandlungsplanung eine wichtige Rolle.

Geeignete Infrastruktur für internationale Patienten

Die Türkei zählt in den letzten Jahren zu den Ländern, die auch von internationalen Patienten im Bereich der Augenheilkunde bevorzugt werden.

Keratokonus-Diagnose, Nachsorge und aktuelle Ansätze in Istanbul

Die Diagnose und Nachsorge von Keratokonus erfordern den gemeinsamen Einsatz von Erfahrung und fortschrittlichen Diagnosetechnologien. Istanbul verfügt mit seinen fortschrittlichen Zentren im Bereich der Augenheilkunde und Fachärzten, die sich mit Hornhauterkrankungen befassen, über eine bedeutende Erfahrung in diesem Bereich. Daher ist Istanbul eine der Städte, in denen sich sowohl inländische als auch ausländische Patienten wegen der Diagnose und Nachsorge von Keratokonus vorstellen.

Die bei der Behandlung von Keratokonus anwendbaren Methoden werden je nach Krankheitsstadium und Hornhautstruktur bestimmt. Daher ist für Patienten, die zum Beispiel nach „Keratokonus-Behandlung Istanbul“ suchen, der wichtigste Schritt eine ausführliche Untersuchung und ein individueller Beurteilungsprozess.

Erfahrene Ärzte, die im Bereich der Hornhauterkrankungen tätig sind, bestimmen mit fortschrittlichen Diagnosemethoden wie Hornhauttopografie und -tomografie das Stadium der Erkrankung und erstellen einen geeigneten Nachsorgeplan. Besonders für Patienten, die nach einem „Hornhautspezialisten Istanbul“ suchen, ist bei Erkrankungen wie Keratokonus, die besondere Erfahrung erfordern, eine korrekte Beurteilung von großer Bedeutung.

Prof. Dr. Efekan Coşkunseven setzt seine Arbeit in diesem Bereich mit langjähriger klinischer Erfahrung, wissenschaftlichen Arbeiten und auf internationalen Kongressen vorgestellten Forschungsergebnissen im Bereich der Hornhauterkrankungen und des Keratokonus fort. Bei der Diagnose, Nachsorge und geeigneten Behandlungsplanung von Keratokonus-Patienten werden moderne Diagnosemethoden und aktuelle Ansätze eingesetzt.

Da bei Keratokonus die Hornhautstruktur und der Krankheitsverlauf bei jeder Person unterschiedlich sein können, sollte der Beurteilungsprozess mit einer ausführlichen Untersuchung und weiterführenden Untersuchungen erfolgen.

Wovon hängen die Preise für die Keratokonus-Behandlung ab?

Die Kosten der Keratokonus-Behandlung hängen nicht von einer einzigen Verfahrensgebühr ab, sondern können je nach Krankheitsstadium, angewendeter Methode und Nachsorgeprozess variieren. Daher kann ein genauer Preis für jeden Patienten erst nach einer ausführlichen Untersuchung und Beurteilung festgelegt werden.

Keratokonus ist eine Hornhauterkrankung, die bei jedem Patienten unterschiedlich fortschreitet. Bei manchen Patienten reichen lediglich eine Brille oder spezielle Kontaktlinsen aus, während bei anderen eine Quervernetzung, Ringanwendungen oder kombinierte Ansätze erforderlich sein können. Diese Unterschiede können den Behandlungsplan und damit auch die Kosten beeinflussen.

Die wichtigsten Faktoren, die die Behandlungskosten beeinflussen, sind:

  • Das Krankheitsstadium und die Hornhautstruktur
  • Die anzuwendende Behandlungsmethode oder Kombination von Methoden
  • Die verwendete Technologie und die chirurgische Ausrüstung
  • Der Nachsorge- und Kontrollprozess nach dem Eingriff
  • Der Sehbedarf und die Erwartungen des Patienten Während bei manchen Patienten eine einzige Methode ausreicht, kann es in manchen Fällen erforderlich sein, mehrere Behandlungen zu planen, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen und die Sehqualität zu verbessern. Daher wird der Behandlungsprozess individuell geplant.

Für die genaueste Beurteilung ist es wichtig, eine ausführliche Augenuntersuchung, eine Hornhauttopografie und die erforderlichen Untersuchungen durchzuführen. Nach der Untersuchung wird der Patient ausführlich über den geeigneten Ansatz und den Prozess informiert.

Keratokonus-Videos

Auf das aus 32 Videos bestehende Archiv mit Fernsehsendungen und Interviews von Prof. Dr. Efekan Coşkunseven zu Keratokonus-Diagnose, Behandlungsmethoden und Patienteninformation können Sie über die Seite Keratokonus-Videos zugreifen.

Quellen

  • Global Incidence and Prevalence of Keratoconus: A Systematic Review and Meta-Analysis. Cornea (2025). pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40833011
  • Safety and Efficacy of Corneal Cross-Linking in Patients Affected by Keratoconus: Long-Term Results. PMC. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/PMC10302271
  • Epidemiology of Keratoconus. PMC. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/PMC3775068
  • Keratoconus: U.S. Prevalence and Economic Burden. American Academy of Ophthalmology (AAO). aao.org/eyenet

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Häufig gestellte Fragen

  • Was ist Keratokonus?

    Keratokonus ist die Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut, der durchsichtigen Schicht ganz vorne im Auge. Diese Vorwölbung der Hornhaut nach vorne kann bei Patienten zu einer Sehminderung führen, die sich mit einer Brille nicht mehr korrigieren lässt. Keratokonus betrifft in der Regel beide Augen, wobei ein Auge stärker betroffen sein kann als das andere.

  • Wie sehen Keratokonus-Patienten?

    Keratokonus-Patienten können doppelt oder verschwommen sehen. Sie können im gesehenen Bereich Schattenbildung, Probleme beim Nachtsehen oder eine Streuung des Lichts wahrnehmen.

  • Was sind die Risikofaktoren für Keratokonus?

    Bestimmte genetisch bedingte Erkrankungen wie das Down-Syndrom, Osteogenesis imperfecta oder das Marfan-Syndrom. Eine in der Kindheit durchgemachte allergische Rhinitis (Heuschnupfen) sowie ständiges Augenreiben stellen bei Personen mit empfindlicher Hornhautstruktur einen Risikofaktor dar, der Keratokonus auslösen kann. Die Verwendung nicht passender Kontaktlinsen kann an der Hornhaut einen degenerativen Effekt hervorrufen und die Erkrankung auslösen. Angeborene Augenanomalien, eine lebenslange ungeschützte Exposition gegenüber UV-Strahlung im Alltag, ein niedriger Kollagengehalt der Hornhaut, Nachtblindheit sowie chronische Augenreizungen gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren für Keratokonus.

  • In welchem Alter tritt Keratokonus auf?

    Die genauen Ursachen für die Entstehung von Keratokonus sind nicht vollständig bekannt, wobei eine genetische Veranlagung und mechanische Augentraumata (wie allergiebedingtes Augenreiben) die wichtigste Rolle spielen. Besonders bei Kindern, in deren Familie Keratokonus vorkommt, ist es sehr wichtig, die Augenuntersuchungen in kürzeren Abständen durchzuführen, bei Bedarf mit Tests wie der Hornhauttopografie einen verborgenen Keratokonus zu diagnostizieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Keratokonus ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie beginnt in der Regel in der Pubertät. Die Erkrankung schreitet bis etwa zum 35. Lebensjahr fort, danach kommt das Fortschreiten in der Regel zum Stillstand.

  • Wie wird Keratokonus diagnostiziert?

    Keratokonus wird durch umfassende Augenuntersuchungen und fortschrittliche bildgebende Verfahren diagnostiziert. Augenärzte führen zunächst eine Standarduntersuchung durch, bei der Sehschärfe, Astigmatismus und andere Abbildungsfehler beurteilt werden. Anschließend werden mit Methoden wie Hornhauttopografie, Pachymetrie und ophthalmoskopischer Untersuchung die Verdünnung, die Kegelform und die unregelmäßigen Oberflächeneigenschaften der Hornhaut detailliert analysiert.

  • Was sind die Symptome von Keratokonus?

    Durch die zunehmende Vorwölbung der Hornhaut treten in der Regel während der Pubertät eine fortschreitende Sehverschlechterung sowie Kurzsichtigkeit (Myopie) und Astigmatismus auf. Im Anfangsstadium der Erkrankung wird das Sehen noch mit ständig steigenden Brillenwerten gewährleistet, mit fortschreitender Erkrankung treten jedoch hochgradige Myopie und Astigmatismus auf, die sich mit einer Brille nicht mehr korrigieren lassen. Häufige Brillenwechsel können erforderlich werden. Der Patient ist mit seiner Brille nicht zufrieden und beklagt, trotz Brille nicht gut sehen zu können. Daneben werden Allergien und Juckreiz am Auge sowie Lichtempfindlichkeit beobachtet. In dem Stadium, in dem mit einer Brille kein ausreichendes Sehen mehr erreicht werden kann, können speziell für Keratokonus entwickelte weiche Kontaktlinsen oder „formstabile, gasdurchlässige Kontaktlinsen“ eingesetzt werden. Wird die Erkrankung unbeobachtet gelassen und nicht behandelt, können an der Hornhaut eine übermäßige Verdünnung, Trübung und ein Ödem auftreten. Die Sehkraft des Patienten nimmt dann stark ab. In diesem letzten Stadium mit stark verminderter Sehkraft ist die Anwendung einer „Keratoplastik“ (Hornhauttransplantation) erforderlich.

  • Worauf sollten Keratokonus-Patienten achten?

    Menschen mit Keratokonus sollten ihre Augen nicht reiben und sich regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen. Daneben ist es wichtig, eine Schutzbrille gegen Sonnenlicht zu tragen.

  • Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Keratokonus?

    Im frühen und leichten Stadium reichen Brillen und weiche Kontaktlinsen aus, um die Sehkraft zu verbessern. Mit fortschreitender Erkrankung verdünnt sich die Hornhaut jedoch zunehmend und ihre Form verändert sich deutlich; in diesem Stadium reichen Brillen und weiche Kontaktlinsen nicht mehr aus. Bei Keratokonus werden folgende Behandlungsoptionen eingesetzt: Hornhaut-Crosslinking (Quervernetzung), spezielle weiche Kontaktlinsen, formstabile gasdurchlässige Kontaktlinsen, formstabile gasdurchlässige Kontaktlinse über einer weichen Kontaktlinse (Piggyback-Linsen-Anwendung), Hybrid-Kontaktlinse, sklerale oder halbsklerale Linse, intrakorneale Ringe (Intacs), Hornhauttransplantation (Keratoplastik).

  • Was ist das Ziel der Keratokonus-Behandlung?

    Es ist nicht möglich, die Erkrankung vollständig zu beseitigen. Ziel ist es, den Sehverlust zu korrigieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.

  • Kann jeder Patient Kontaktlinsen tragen?

    Untersuchungen zufolge können nur 20 % der türkischen Bevölkerung Kontaktlinsen tragen; 80 % vertragen keine Linsen. Patienten, die keine Linsen tragen können, werden an chirurgische Behandlungen verwiesen.

  • Ist die Ringbehandlung sicher und wirksam?

    Die Ringbehandlung erzielt bei korrekter Durchführung mit Laser-Kanalbildung einen hohen Erfolg. Bei fehlerhafter Anwendung können erfolglose Ergebnisse auftreten, weshalb es wichtig ist, dass sie von erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird.

  • Wie kann Keratokonus bei Kindern verhindert werden?

    Eine frühzeitige Diagnose, die Kontrolle von Allergien und Juckreiz sowie eine regelmäßige Nachsorge können das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. So können Kinder geschützt werden, ohne dass weitere Behandlungen erforderlich werden.

  • Was passiert, wenn Keratokonus nicht operiert wird?

    Erfolgt keine Operation oder keine frühzeitige Intervention, kann Keratokonus fortschreiten und zu einer deutlichen Abnahme der Sehschärfe führen; durch die geeignete Verwendung von Kontaktlinsen und andere Behandlungsoptionen kann das Fortschreiten jedoch unter Kontrolle gebracht werden.

  • Von welchen Spezialisten wird die Keratokonus-Behandlung durchgeführt?

    Istanbul, das sich durch seine fortschrittlichen Zentren im Bereich der Augengesundheit auszeichnet, nimmt mit erfahrenen Ärzten und moderner Technologie in der Keratokonus-Behandlung einen wichtigen Platz ein. Prof. Dr. Efekan Coşkunseven ist einer der Namen, die in diesem Bereich durch seine internationale Erfahrung und modernen Behandlungsansätze hervorstechen.

  • Was ist die Hybridbehandlung bei Keratokonus?

    Die Hybridbehandlung besteht darin, mehrere Behandlungen gleichzeitig oder stufenweise anzuwenden, um Keratokonus aufzuhalten und gleichzeitig die Sehqualität zu verbessern. Das heißt, anstelle einer einzigen Methode wird ein kombinierter Ansatz angewendet, der sich an der Hornhautstruktur des Patienten orientiert.

  • Wie verläuft der Heilungsprozess nach einer Keratokonus-Operation?

    - Nach dem Crosslinking sind Brennen, Stechen und verschwommenes Sehen für einige Tage normal. - Bei der Operation mit intrakornealen Ringen kann es in den ersten Wochen zu Schwankungen der Sehkraft kommen. - Nach der Keratoplastik dauert die Heilung länger (kann Monate dauern) und erfordert regelmäßige Kontrollen.

  • Was passiert, wenn Keratokonus fortschreitet?

    Mit fortschreitender Erkrankung verdünnt sich die Hornhaut weiter und die Formveränderung nimmt zu. Dies kann zu verschwommenem und schattigem Sehen, Lichtstreuung, einer Verschlechterung des Nachtsehens sowie in einem fortgeschrittenen Stadium zu einem Hornhautriss oder einer Narbenbildung führen. In manchen fortgeschrittenen Fällen kann eine Hornhauttransplantation erforderlich werden.

  • Worauf ist nach einer Crosslinking-Operation zu achten?

    In den ersten 3 Tagen darf das Auge nicht berührt oder gerieben werden. Die vom Arzt verordneten Tropfen sind regelmäßig anzuwenden, das Auge darf nicht mit Wasser in Kontakt kommen, und es sollte eine Sonnenbrille getragen werden. Eine Woche lang sollte auf Schwimmbad und Meer, Augen-Make-up und das Tragen von Kontaktlinsen verzichtet werden. Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen sind in den ersten Tagen normal. Kontrolltermine dürfen nicht versäumt werden.

  • Wird bei Keratokonus eine Laseroperation („Augenlasern“) durchgeführt?

    Nein. LASIK oder ähnliche „Laser-Augenkorrektur“-Operationen sind für Keratokonus-Patienten nicht geeignet. Solche Operationen können die Hornhaut weiter schwächen und das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen.

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