In dieser retrospektiven Studie wurden die visuellen, refraktiven, tomographischen und topometrischen Ergebnisse der Implantation intrakornealer Ringsegmente mit progressiver Dicke (PT-ICRS) bei Patientinnen und Patienten mit der Diagnose Entenschnabel-Keratokonus (ovaler Typ) bewertet.
Nach Anlage eines kornealen Tunnels mittels Femtosekundenlaser wurde ein einzelnes PT-ICRS in die untere Hornhauthälfte eingesetzt, in der die Ektasie am stärksten ausgeprägt war. Vor und nach der Operation wurden unkorrigierter und korrigierter Fernvisus, Refraktionswerte, Keratometriemessungen, korneale Asphärizität (Q-Wert) sowie topometrische Indizes der kornealen Irregularität verglichen.
In der Studie mit 31 Augen und einer mittleren Nachbeobachtungszeit von etwa 9 Monaten zeigten sich ein signifikanter Visusanstieg sowie eine deutliche Abnahme sphärischer und zylindrischer Refraktionsfehler. Korneale Steilheit, Astigmatismus und Q-Wert nahmen signifikant ab; bei der überwiegenden Mehrheit der topometrischen Indizes, die die korneale Irregularität anzeigen, wurde eine Verbesserung beobachtet. Ein eingriffsbedingter Sehverlust oder schwerwiegende Komplikationen traten nicht auf.
Zusammenfassend ist die PT-ICRS-Implantation beim Entenschnabel-Keratokonus eine wirksame und sichere Behandlungsoption, die durch Verringerung von Steilheit und Asymmetrie des Konus eine signifikante Verbesserung visueller und struktureller Parameter bewirkt.
Prof. Dr. Efekan Coşkunseven