keratokonus
Korneale Kollagenvernetzung (CXL / Cross-Linking)
CXL ist eine Methode zur Behandlung des Keratokonus, die die strukturelle Widerstandsfähigkeit der Hornhaut erhöht, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. In der Türkei wurde sie erstmals im Jahr 2004 von Prof. Dr. Efekan Coşkunseven angewendet.
Prof. Dr. Efekan Coşkunseven
Augenheilkunde · Istanbul
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Kurzantwort
Die korneale Kollagenvernetzung (CXL) ist ein minimalinvasives Verfahren, das mithilfe von Riboflavin (Vitamin B2) und UV-A-Licht neue, dauerhafte Verbindungen zwischen den Kollagenfasern der Hornhaut schafft und so das Fortschreiten des Keratokonus stoppen soll.
Was ist die korneale Kollagenvernetzung (CXL)?
CXL ist eine Methode zur Behandlung des Keratokonus, die die strukturelle Widerstandsfähigkeit der Hornhaut erhöht, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. In der Türkei wurde sie erstmals im Jahr 2004 von Prof. Dr. Efekan Coşkunseven angewendet.
Wie wirkt die Behandlung?
Die Behandlung beruht auf der Kombination von Riboflavin (Vitamin B2) und UV-A-Licht. Diese Wechselwirkung erzeugt neue, dauerhafte kovalente Bindungen zwischen den Kollagenfasern der Hornhaut und erhöht dadurch deren mechanische Widerstandsfähigkeit erheblich.
Zwei Protokolle
- Epi-off (klassisch): Abtragung des Epithels. Ermöglicht ein vollständiges Eindringen des Riboflavins, erfordert jedoch eine Heilungszeit von 3–5 Tagen nach dem Eingriff.
- Epi-on (neue Methode): Verwendung speziell formulierter Tropfen unter Erhalt des Epithels. Der Verlauf danach ist angenehmer; einige Experten diskutieren jedoch, ob das Vitamin ausreichend tief eindringt.
Geeignetes Patientenprofil
- Frühes/mittleres Stadium des Keratokonus
- Patienten ohne bereits schwerwiegenden Sehverlust
- Personen mit einer Hornhautdicke im normalen Bereich
- Fälle mit Anzeichen eines Fortschreitens
Wissenschaftliche Evidenz
In 10- bis 15-jährigen Nachbeobachtungsstudien wurde gezeigt, dass die Progression der Erkrankung in hohem Maße gestoppt wird. Es wurde ebenfalls nachgewiesen, dass die Notwendigkeit einer Hornhauttransplantation deutlich verringert wird.
Häufig gestellte Fragen
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Stoppt CXL das Fortschreiten des Keratokonus?
In 10- bis 15-jährigen Nachbeobachtungsstudien wurde gezeigt, dass das Fortschreiten der Erkrankung in hohem Maße gestoppt wird. Es wurde auch nachgewiesen, dass CXL die Notwendigkeit einer Hornhauttransplantation deutlich verringert.
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Was ist der Unterschied zwischen Epi-off und Epi-on?
Bei der Epi-off-Methode (klassisch) wird das Epithel abgetragen; dies ermöglicht ein vollständiges Eindringen des Riboflavins, erfordert jedoch eine Heilungszeit von 3–5 Tagen. Bei der Epi-on-Methode bleibt das Epithel erhalten, und es werden speziell formulierte Tropfen verwendet; der Verlauf danach ist angenehmer, wobei einige Experten diskutieren, ob das Vitamin ausreichend tief eindringt.
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Für wen ist CXL geeignet?
Patienten mit frühem/mittlerem Stadium des Keratokonus, ohne bereits schwerwiegenden Sehverlust, mit einer Hornhautdicke im normalen Bereich und mit Anzeichen eines Fortschreitens sind geeignete Kandidaten für CXL. Die Eignung wird durch eine ausführliche Untersuchung festgestellt.
Verwandte Themen
Häufig gemeinsam beurteilte Behandlungen
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Keratokonus-Behandlung
Keratokonus ist eine fortschreitende Augenerkrankung, bei der sich die Hornhaut im Laufe der Zeit verdünnt und sich nach vorne kegelförmig vorwölbt. Eine frühzeitige Diagnose und die geeignete Methodenwahl (Crosslinking/CXL, CAIRS und intrakorneale Ringsegmente) sind für die Kontrolle der Erkrankung von entscheidender Bedeutung.
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Intrakorneale Ringimplantation (Intacs / Keraring)
Bei Keratokonus und Hornhautverformungen werden transparente Ringe (Intacs / Keraring) in die Hornhaut eingesetzt, um deren Form zu regulieren; die Hornhautkrümmung wird reduziert, der Astigmatismus verringert und die Sehqualität verbessert.
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CAIRS-Behandlung (Natürlicher Hornhautring)
CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments) ist eine neuartige Ringmethode in der Keratokonus-Behandlung, bei der anstelle synthetischer Materialien aus natürlichem Hornhautgewebe hergestellte Segmente in die Hornhaut eingesetzt werden.
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