+200.000Operationserfahrung
Prof. Dr. Efekan Coşkunseven Keratokonus & Hornhauterkrankungen
Erfahrung in der Keratokonus-Behandlung und internationaler Referenzansatz
Premieren in der Türkei und weltweit
Er ist eine weltweit anerkannte Persönlichkeit im Bereich Keratokonus und hat mit den von ihm entwickelten Behandlungsprotokollen zahlreiche Ärzte ausgebildet.
Kornea-Kollagen-Crosslinking (Cross-Linking – CXL)

Diese Methode wurde in der Türkei erstmals im Jahr 2004 von Dr. Efekan Coşkunseven angewendet und gilt in der Keratokonus-Behandlung als ein echter „Paradigmenwechsel“. Ihr Hauptziel besteht nicht primär in der Verbesserung der Sehkraft, sondern in der Behandlung der zugrunde liegenden biomechanischen Schwäche der Hornhaut.
Bei welchen Erkrankungen wird sie angewendet?
Das Cross-Linking wird in erster Linie eingesetzt, um das Fortschreiten des Keratokonus zu stoppen. Darüber hinaus kann es auch bei der pelluziden marginalen Degeneration (PMD), einer Variante des Keratokonus, sowie bei Ektasien nach Excimer-Laserbehandlungen angewendet werden.
Zudem kann das Verfahren präventiv bei Patienten mit sehr dünner Hornhaut eingesetzt werden, die sich einer Excimer-Laserbehandlung unterziehen möchten, um das Risiko einer Ektasieentwicklung zu reduzieren.
Grundprinzip der Behandlung

Alle führenden Gesundheitsorganisationen sind sich einig, dass diese Behandlung die einzige wissenschaftlich nachweislich wirksame Methode ist, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Das Verfahren basiert darauf, die bestehenden Verbindungen zwischen den Kollagenfasern – dem Hauptbestandteil der Hornhaut – zu stärken und neue Querverbindungen (Crosslinks) zu bilden.
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Obwohl Keratokonus eine fortschreitende Erkrankung ist, die das Sehvermögen beeinträchtigen kann, lässt sie sich dank moderner Behandlungsmethoden heute effektiv kontrollieren.
Das Cross-Linking stellt dabei eine wirksame Therapieoption dar, die die Hornhaut stärkt und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt.
Protokolle: Epi-off (klassisch) und Epi-on (transepithelial)
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Epi-off (mit Epithelentfernung):
Dies ist das ursprüngliche Protokoll und gilt als „Goldstandard“ der Behandlung. Experten betonen, dass durch die schonende Entfernung des Epithels – der obersten Schutzschicht der Hornhaut – eine vollständige und gleichmäßige Penetration von Vitamin B2 (Riboflavin) in die Stromaschicht gewährleistet wird.
Der Nachteil besteht darin, dass die ersten 24–48 Stunden nach dem Eingriff schmerzhafter sein können und für die Regeneration des Epithels eine Heilungszeit von etwa 3–5 Tagen erforderlich ist.
Epi-on (transepithelial, mit erhaltenem Epithel):
Bei dieser neueren Methode wird das Epithel nicht entfernt. Das Riboflavin wird in speziell formulierten Tropfen (mit angepasster Konzentration oder chemischen Trägersystemen) verabreicht, um das Epithel zu durchdringen.
Der Vorteil liegt im deutlich höheren Komfort nach dem Eingriff sowie in der schnellen Rückkehr in den Alltag. Allerdings wird unter Fachleuten weiterhin diskutiert, ob das Vitamin in ausreichender Tiefe wirkt.
Die Rolle von Riboflavin (Vitamin B2):
Das applizierte Riboflavin wirkt als Photosensibilisator und dringt in die Stromaschicht der Hornhaut ein.Die Wirkung von UV-A-Strahlung:
Die kontrolliert eingesetzte UV-A-Strahlung aktiviert das Riboflavin und führt zur Bildung freier Radikale (insbesondere Singulett-Sauerstoff). Diese hochenergetischen Moleküle bewirken die Entstehung neuer, stabiler kovalenter Bindungen zwischen den Kollagenfibrillen.
Ergebnis:
Durch diesen Prozess wird die geschwächte und elastische Hornhaut gewissermaßen „verstärkt“, ihre Festigkeit und mechanische Stabilität nehmen zu. Dadurch wird das Fortschreiten der Vorwölbung der Hornhaut effektiv gestoppt.
Verlauf nach der Behandlung

Nach der Epi-off-Methode wird das Auge mit einer schützenden Verbandkontaktlinse abgedeckt. In den ersten Tagen sind Beschwerden wie Brennen, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit (Photophobie) normal. Den Patienten werden antibiotische und kortisonhaltige Augentropfen verordnet.
Ein wichtiger Punkt ist, dass sich das Sehvermögen nach dem Cross-Linking zunächst vorübergehend verschlechtern kann. Der Heilungs- und Stabilisierungsprozess der Hornhaut dauert mehrere Monate, und die endgültige Stabilisierung des Sehens kann etwa 1 bis 6 Monate in Anspruch nehmen.
Welche Keratokonus-Patienten sind geeignete Kandidaten für CCL?
Diese Behandlung wird vor allem bei folgenden Patientengruppen bevorzugt:
- Patienten im frühen oder mittleren Stadium des Keratokonus
- Patienten, bei denen das Sehvermögen noch nicht erheblich beeinträchtigt ist
- Patienten mit ausreichender Hornhautdicke innerhalb der sicheren Grenzwerte
- Patienten mit nachweisbarem Fortschreiten der Erkrankung
Bei ausgeprägter Hornhautverdünnung, Narbenbildung (Skarring) oder sehr fortgeschrittenem Keratokonus können hingegen alternative Behandlungsansätze erforderlich sein.

Erstes in der Türkei eingesetztes CCL-Gerät (2004) für die Cross-Linking-Behandlung
Wissenschaftlicher Mechanismus der Cross-Linking-Behandlung
Das Corneale Cross-Linking (CXL) ist eine wissenschaftlich fundierte Therapie, die gezielt die zugrunde liegende biomechanische Schwäche der Hornhaut bei Keratokonus behandelt. Es handelt sich nicht um eine oberflächliche Anwendung, sondern um einen photochemischen Prozess, der die molekulare und strukturelle Stabilität der Hornhaut erhöht.
Beim Keratokonus liegt das eigentliche Problem nicht nur in der Formveränderung der Hornhaut, sondern in der Lockerung der Kollagenstruktur und der Schwächung des Bindegewebes. Genau an diesem Punkt setzt das Cross-Linking an.
Wechselwirkung von Riboflavin (Vitamin B2) und UV-A-Licht
Die Grundlage der Behandlung ist eine kontrollierte photochemische Reaktion zwischen Riboflavin und UV-A-Strahlung:
- Das Hornhautgewebe wird mit Riboflavin-Tropfen gesättigt
- Riboflavin wirkt in der Hornhaut als Photosensibilisator
- Durch die Anwendung von UV-A-Licht wird das Riboflavin aktiviert
- Es entstehen reaktive Sauerstoffspezies (freie Radikale), die neue kovalente Bindungen zwischen den Kollagenfasern ermöglichen
Dieser Prozess findet direkt im Inneren der Hornhaut statt. Das bedeutet: Die Behandlung verändert nicht primär die Form, sondern die strukturelle Festigkeit der Hornhaut.
Zunahme der Kollagen-Crosslinks
In einer gesunden Hornhaut bestehen natürliche Verbindungen zwischen den Kollagenfasern. Beim Keratokonus ist die Anzahl dieser Verbindungen reduziert, wodurch die Struktur an Stabilität verliert.
Nach dem Cross-Linking:
- entstehen neue chemische Querverbindungen zwischen den Kollagenfibrillen
- wird die Verschieblichkeit der Fasern reduziert
- wird die innere Architektur der Hornhaut gestärkt
- nimmt die biomechanische Stabilität deutlich zu
Dadurch wird das Fortschreiten des Keratokonus an seiner Ursache gestoppt.
Veränderung der Hornhautsteifigkeit und des Elastizitätsmoduls
Biomechanische Studien zeigen, dass nach dem Cross-Linking:
- die Steifigkeit der Hornhaut um etwa 200–300 % zunehmen kann
- der Elastizitätsmodul (Young-Modul) signifikant ansteigt
- die Hornhaut widerstandsfähiger gegenüber dem Augeninnendruck wird
- die progressive Vorwölbung der Hornhaut gestoppt wird
Diese Veränderungen beginnen auf mikroskopischer Ebene, noch bevor sich topographische Verbesserungen zeigen.
Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit
Das Cross-Linking gehört zu den am besten wissenschaftlich belegten Behandlungen in der Ophthalmologie:
- Langzeitstudien über 10–15 Jahre zeigen eine deutliche Verlangsamung bzw. ein Stoppen der Progression
- Die Wirksamkeit ist auch bei pädiatrischen Patienten nachgewiesen
- Der Bedarf an Hornhauttransplantationen wird signifikant reduziert
- Stabilisierung lässt sich mittels Pentacam und biomechanischen Messungen klar nachweisen
Insbesondere bei frühzeitiger Anwendung kann das Cross-Linking den natürlichen Verlauf der Erkrankung entscheidend verändern.



